Durchstich am Bözbergtunnel

Zwei Wochen nach dem eigentlichen Durchstich am Bözbergtunnel wurde das Ereignis am 13. Dezember auch offiziell gefeiert.

Der Bohrkopf der Tunnelbohrmaschine (aufgenommen am 29. November 2017 in Effingen; Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Die Tunnelbohrmaschine hatte Effingen bereits am 29. November 2017 erreicht und den Tunnel durchbohrt. Aus Sicherheitsgründen musste dieses Ereignis aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, teilt die SBB mit, die im Auftrag des Bundes die Strecke ausbaut. Nachdem die Baustelle vor dem Portal Effingen gesichert war, feierten die Bauherrschaft SBB, Kantons- und Regierungsvertreter sowie die mit den Arbeiten beauftragte Implenia den Abschluss des Hauptvortriebs am Bözbergtunnel.

Durch die neue 2,7 Kilometer lange Doppelspur-Röhre, die parallel zum bestehenden Tunnel verläuft, können künftig alle europaweit gängigen Umschlagbehältnisse transportiert werden. Im kommenden Jahr erstellt Implenia die fünf Querverbindungen, den gesamten Innenausbau sowie die beiden Tunnelportale. Danach werden der Rohbau fertiggestellt und die Bahntechnik mit Deckenstromschiene und einer festen Fahrbahn eingebaut. Die ersten Züge fahren ab Ende 2020 durch den neuen Bözbergtunnel. Bis 2022 wird der alte Tunnel zu einem Dienst- und Rettungsstollen umgebaut.

Der Vier-Meter-Korridor mit dem neuen, 2,7 km langen Bözbergtunnel ist neben dem Gotthard- und Ceneri-Basistunnel das drittwichtigste Projekt auf der Gotthardachse. Um die Verlagerung der alpenquerenden Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene zu steigern, wird die Strecke von Basel ins Tessin bis 2020 erweitert. Es werden rund 20 Tunnel ausgebaut und 80 Anpassungen an Perrons, Fahrstrom- und Signalanlagen sowie Überführungen errichtet. Damit können künftig auch Sattelauflieger mit einer Eckhöhe von vier Metern transportiert werden. Den Prognosen zufolge werden mit dem Korridor bis zu 160.000 zusätzliche Sendungen statt auf der Strasse auf der Schiene die Alpen queren.

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