Helvetica: Commercial-Fund verkauft und erhöht Liqudität

Der Helvetica Swiss Commercial Fund hat für 133 Millionen Franken Immobilien abgegeben und dabei einen leichten Abschlag auf den Buchwert in Kauf genommen. Ausserdem kündigt die Fondsleitung eine weitere Absenkung der Verwaltungsgebühr an.

Helvetica Swiss Commercial Fund Gebühren
Marc Giraudon, seit Frühling CEO des Fonds-Hauses (Quelle: Helvetica)

Der Helvetica Swiss Commercial Fund hat nach eigenen Angaben im November Liegenschaften im Wert von insgesamt 133 Mio. CHF verkauft. «Mit dem fokussierten und ertragsstarken Portfolio ist der Fonds auf Kurs, die Ausschüttung für 2024 auf dem Niveau der Vorjahre von 5,35 CHF pro Anteil zu halten», schreibt Helvetica in einer Mitteilung. Diesen Betrag erachte die Fondsleitung «als langfristig realisierbar». Die Fremdfinanzierungsquote des HSC Fund sinkt durch die Verkäufe deutlich unter den Zielkorridor von 25 bis 28%. Durch die bessere Liquidität könne der Fonds die per Ende 2023 erhaltenen Rücknahmen im März 2025 bedienen. Zudem sei der Fonds nun in der Lage, «per sofort wieder strategische Ankaufsgelegenheiten wahrzunehmen».

Von den fünf Verkäufen seien drei im Umfang von 83 Mio. CHF direkt vollzogen worden. Die zwei verbleibenden über 51 Mio. CHF würden wegen einer Ausübungsfrist aufgrund bestehender Vorkaufsrechte zugunsten Dritter spätestens per Februar 2025 vollzogen. Die Transaktionssicherheit sei aber in jedem Fall gegeben. Bei den Verkaufsobjekten handelt es sich laut Helvetica um ein Einkaufscenter, zwei Büroliegenschaften, sowie zwei Industrieliegenschaften.

Der Nutzungsmix im Fonds verändert sich durch die Verkäufe nur unwesentlich. Die Transaktionen beträfen überwiegend sanierungsbedürftige Liegenschaften, wodurch der Capex-Bedarf für die kommenden Jahre deutlich um rund 30 Mio. CHF reduziert werde, heisst es. Allerdings wurde mit Verlust auf den Buchwert verkauft: «Angesichts des Marktumfelds und der Verknappung der Bankfinanzierungen für kommerzielle Liegenschaften resultierte ein Preisabschlag gegenüber dem Schätzwert von total rund 5%», schreibt Helvetica in einer Mitteilung. Im Gegenzug könne aber die Bruttorendite bei 6,1 %, die Wault bei 4,2 Jahren und der stichtagsbezogene Leerstand bei 4,9 % stabil gehalten werden.

Gebührenabsenkung auf 0,55%

Ausserdem teilt Helvetica mit, dass die Verwaltungsgebühr ab dem 1. Januar auf 0,55 % gesenkt wird. Dies ist eine weitere Absenkung gegenüber der Ankündigung im Frühjahr, als Helvetica eine Verringerung der Gebühr auf 0,60% angekündigt hatte. (aw)

 

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