Basel: Stadt will Verdichtung fördern
Die Zahl der Einwohner Basels steigt unaufhörlich, und damit auch der Bedarf an Wohnraum. Das Bau- und Verkehrsdepartement hat daher Änderungen des Zonenplans entwickelt, die ab dem 30. Mai öffentlich aufgelegt werden.

Es handelt sich dabei konkret um die öffentliche Planauflage des zweiten Teils der Zonenplanrevision Basel. Der Schwerpunkt liegt auf Massnahmen zur Verdichtung und Stärkung der Innenentwicklung mit einem langfristigen theoretischen Potenzial an Wohnraum für bis zu 5.000 zusätzliche Einwohner sowie rund 700 neuen Arbeitsplätzen.
Wie das Bau- und Verkehrsdepartement mitteilt, sei die Einwohnerzahl Basels in den letzten zehn Jahren um rund 10.000, die Arbeitsplatzzahl sogar um rund 20.000 gestiegen. Angesichts des starken Wirtschaftswachstums bleibe der Bedarf nach neuem Wohnraum auf absehbare Zeit sehr gross. Dies umso mehr, als sich für die Zukunft grössere Entwicklungspotenziale für neue Arbeitsplätze als für neue Wohnungen abzeichnen.
Während der erste Teil der Zonenplanrevision Stadtrandentwicklungen und die laufenden grossen Arealentwicklungen – etwa die Hafen- und Stadtentwicklung Kleinhüningen-Klybeck, Volta Nord oder das Areal Felix Platter – beinhaltet, geht es im zweiten Teil der Zonenplanrevision um Massnahmen zur Innenentwicklung.
Vorschläge zur weiteren Verdichtung von Basel
Die Vorschläge für neue Verdichtungsmöglichkeiten beinhalten Aufzonungen, die grössere Geschosszahlen erlauben, und einige Bebauungsplanänderungen zugunsten von mehr Dichtespielräumen.
Die Massnahmen fokussieren auf Gebiete ausserhalb der bereits sehr dichten Quartiere mit geeigneten Parzellengrössen und genügend grossen Hof- oder Strassenräumen. Gebiete mit besonders wertvollen Ortsbildern oder naturräumlichen Vernetzungsfunktionen sollen nicht beeinträchtigt werden und die unterschiedlichen Qualitäten der Quartiere erhalten bleiben, heisst es beim Bau- und Verkehrsdepartement.
Die vorgeschlagenen Massnahmen würden ein langfristiges theoretisches Potenzial für rund 5.000 zusätzliche Einwohner sowie für rund 700 Arbeitsplätze schaffen. Da es sich nicht um grosse Arealentwicklungen handelt, erwartet das Bau- und Verkehrsdepartement, dass die genannten Potenziale nur langsam und schrittweise realisiert werden. Die Behörde geht davon aus, dass mit diesem Teil der Zonenplanrevision bis zum Jahr 2035 Wohnraum für schätzungsweise rund 2.000 Menschen und Raum für rund 300 Arbeitsplätze entstehen könnte.
Nach Abschluss der öffentlichen Planauflage werden im Herbst allfällige Anregungen und Einsprachen im Planungsamt behandelt. Um den Jahreswechsel 2017/2018 soll ein Ratschlag mit den bereinigten Vorschlägen an den Grossen Rat überwiesen werden.