Zürich: Papierwerd-Areal soll neu gestaltet werden
Der Zürcher Stadtrat will das Papierwerd-Areal bei der Bahnhofbrücke neu gestalten und aufwerten. Zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts wurde ein Projektierungskredit von 4,1 Millionen CHF beantragt.

Das Papierwerd-Areal bei der Bahnhofbrücke sei ein zentraler und wertvoller Stadtraum, teilt der Stadtrat mit. Dort befindet sich seit Jahrzehnten das Globus-Provisorium, über dessen Abriss auf politischer Ebene immer wieder diskutiert wird. Im Februar 2013 wurde eine Motion eingereicht, die eine Neugestaltung des Areals sowie die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts verlangte. Der Stadtrat hat daraufhin eine Machbarkeitsstudie und auf deren Basis eine Vertiefungsstudie durchgeführt, in der verschiedene Varianten einer Neugestaltung durchgespielt wurden.
«Bei allen untersuchten Varianten wurde davon ausgegangen, dass das oberirdische Gebäude des Globus-Provisoriums einem offenen Platz mit einem Pavillon weichen soll», teilt der Stadtrat mit. In dem bereits heute bestehenden ersten Untergeschoss des Gebäudes auf dem Papierwerd-Areal könnte ein Grossverteiler einziehen, im zweiten Untergeschoss würde ein öffentliches Parkhaus entstehen, heisst es weiter. Indem ein Teil der oberirdischen Parkplätze in das Parkhaus verlegt werde, könnte an der Oberfläche zusätzlicher Platz frei werden. Der Mühlesteg soll verlegt und verbreitert werden. Die Bestvariante sieht zudem vor, die bestehende Unterführung unter der Bahnhofbrücke bis vor das Amtshaus II (Polizeiwache) zu verlängern, damit der Platz insgesamt grösser wird.
Nun soll ein Projektwettbewerb durchgeführt und anschliessend ein Vor- und Bauprojekt ausgearbeitet werden. Dabei soll nebst der Bestvariante auch eine Variantenkombination geprüft werden. Diese würde eine Umsetzung in zwei Schritten erlauben, indem zunächst die bestehende Unterführung erhalten bliebe und ein kleinerer Platz gestaltet würde. Später könnte dieses Projekt durch eine Verlängerung der Unterführung weiterentwickelt werden, so der Stadtrat.
Wenn der Gemeinderat dem Projektierungskredit von 4,1 Millionen CHF zustimmt, kann voraussichtlich 2021/2022 ein Bauprojekt vorgelegt und 2022/2023 mit dem Bau begonnen werden.