Kriens: Bau der Pilatus Arena rückt näher

Der Einwohnerrat von Kriens (LU) hat dem Bebauungsplan für die Pilatus Arena und der damit verbundenen Teilzonenplanänderung zugestimmt. Damit kann die Überbauung aus Sport- und Eventhalle und Wohnungen realisiert werden. 

Das Mattenhofareal in der Vogelperspektive (Bild: Pilatus Arena)

Die Verantwortlichen der Projektgesellschaft Pilatus Arena AG hatten das Projekt nach der ersten Lesung noch teilweise angepasst. So zahlt die Gesellschaft statt der ursprünglich vorgesehenen 2 Millionen CHF nun 5,7 Millionen Mehrwertabgabe an Kriens.  

Das sei nur möglich gewesen, weil für die Eigentumswohnungen ein «noch attraktiveres Konzept erarbeitet» worden sei, etwa sollen Coworking-Spaces und ein Wellness- und Sportbereich eingerichtet werden, geplant sind auch Dienstleistungen wie Lieferungen aus dem Restaurant. «Das rechtfertigt einen etwas höheren Preis», sagt Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Pilatus Arena AG. Zudem sei man darauf angewiesen, dass der Bau der Pilatus Arena 2021 gestartet werden könne; jede weitere Verzögerung würde die Kosten weiter erhöhen.  

Ausserdem wurde das Verkehrskonzept weiter ausgearbeitet, unter anderem wurden knapp 400 zusätzliche Veloparkplätze eingeplant – total wird es 1.549 Stellplätze für Velos geben. 

Nun sollen Verhandlungen mit den Ankernutzern der Halle geführt und Vereinbarungen erarbeitet werden, zugleich werde die Baueingabe vorbereitet. Im Herbst 2020 soll die Vermarktung der 170 Eigentumswohnungen im 110 Meter hohen Pilatus Tower beginnen, die zur Finanzierung der Halle nötig sind. Der Spatenstich ist für 2021 vorgesehen. 

Unterdessen hat das neu gegründete Komitee «Weniger ist mehr» das Referendum ergriffen, um die Pilatus Arena doch noch zu verhindern. Man wende sich «gegen den mit dem Projekt verbundenen Grössen-Wahn und die Geldverschleuderung», so das Komitee. Die angepeilte extreme Verdichtung sei städtebaulich, landschaftlich und ökologisch rücksichtslos und führe zu kaum lösbaren Verkehrsproblemen. Die Sporthalle sei zudem zu gross geplant. Die Initiatoren der Pilatus Arena wiesen die Vorwürfe in einem offenen Brief zurück. (ah)

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