Basel: Planungspartner präsentieren erste Ideen für Klybeckareal

Die Planungspartner Central Real Estate Basel, Swiss Life und der Kanton Basel-Stadt haben die «Vision klybeckplus: Ein Mehrwert für Basel» vorgestellt. Gleichzeitig startet die städtebauliche Planung für das Areal.

Ein Zukunftsbild für das Klybeckareal in Basel (Bild: kühne wicki + KOSMOS Architects)

Das 300.000 qm grosse Klybeckareal gilt als eines der grössten Entwicklungsgebiete der Schweiz und soll zu einem neuen Basler Stadtquartier entwickelt werden. Wie das aussehen könnte, haben nun erstmals die Planungspartner Central Real Estate Basel, Swiss Life und der Kanton Basel-Stadt vorgestellt. Ihre «Vision klybeckplus: Ein Mehrwert für Basel» wurde mit den Zukunftsforscherinnen von Kühne Wicki erarbeitet.

Abstrakt nennen sie «mehr Mut zu grossem Denken, mehr Experimentierfreude, mehr Produktionsstätten für die Zukunft und mehr soziale Innovation» als Ziele, die mit der Arealentwicklung verbunden werden. Festgefahrene Muster – baulich und räumlich, sozial und wirtschaftlich, im Zusammenspiel von Lebensbereichen und Nutzungen – sollen hinterfragt werden und man will nach neuen Lösungen suchen, etwa für Fragen rund um Klima, Bebauung und Mobilität. Ziel sei auch eine soziale Durchmischung, wobei neue Formen des Zusammenlebens und der Nachbarschaft erprobt werden sollen.

Konkret sollen auf dem Areal ein Drittel günstiger Wohnraum, ein Drittel für den Mittelstand und ein Drittel hochpreisige Wohnungen entstehen. Zudem könnten sich urbane Landwirtschaft oder Recyclingsbetriebe auf dem Areal ansiedeln, heißt es weiter.

Mit dem Vorstellen der Vision ist auch die zweite Planungsphase von Klybeckplus eingeläutet worden, die die Erarbeitung eines städtebaulichen Leitbilds und eines städtebaulichen Vertrags zum Inhalt hat. Für die Leitbildentwicklung wird ein interdisziplinäres Planungsteam aus Diener & Diener Architekten aus Basel, Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich und Gruner Verkehrsplaner aus Basel verantwortlich sein. Es hat im August 2020 seine Arbeit aufgenommen und soll sie bis Mitte 2021 abschliessen. Danach soll der städtebauliche Vertrag ausgearbeitet werden, der die weitere Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und den privaten Grundeigentümerinnen regelt. Um die Bevölkerung einzubinden, werden im Herbst verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. (ah)

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