Kriens: Studienauftrag für das Bell-Areal ist entschieden

Das 38.000 qm grosse Industrieareal Bell mitten in Kriens (LU) soll zu einem Stadtquartier entwickelt werden. Den Studienauftrag hat das städtebauliche Konzept «Bell-époque» gewonnen.

Modellbild des Konzepts Bell-époque (Bild: Stadt Kriens)

Derzeit nutzen Andritz Hydro und Marty Korrosionsschutz das Bell-Areal in Kriens, doch die Unternehmen werden ihre Produktion in den nächsten Jahren an einen anderen Standort verlegen. Dann soll das letzte grosse zusammenhängende Industrieareal im Zentrum der Stadt umgenutzt werden. Die Grundeigentümerin Logis Suisse will gemeinsam mit der Projektentwicklerin Steiner und der Stadt Kriens Raum zum Wohnen und Arbeiten erstellen.

Laut Projektleiterin Marianne Dutli Derron von Logis Suisse soll es neben unterschiedlichen Angeboten fürs Gewerbe auch vielfältige Wohnungstypen und Wohnformen geben – Genossenschafts- und Mietwohnungen, aber auch Eigentumswohnungen sind geplant. Dazu will Logis Suisse mit verschiedenen regionalen Wohnbaugenossenschaften zusammenarbeiten.

Im Rahmen eines zweistufigen Studienauftrags waren 15 Planungsteams aufgefordert, Vorschläge zu machen, wie das Areal für eine breitere Nutzung geöffnet und zu einem gut integrierten, vernetzten und prägenden Stück Stadt werden kann. Einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen wird das Konzept «Bell-époque» des Teams GWJ Architektur AG, Güller Güller architecture urbanism und ORT AG für Landschaftsarchitektur – mit mrs partner AG für die Verkehrsplanung und Martin Beutler für die Planung der Sozialräume. Dem Planungsteam aus Bern und Zürich sei «eine überzeugende Kombination aus städtebaulicher Einbettung ins Umfeld und in die Geschichte des Areals, der Schaffung einer starken Identität und einer grossen baulichen und freiräumlichen Vielfalt gelungen», so die Jury im Schlussbericht. Bis im Herbst 2021 soll das Richtkonzept konkretisiert werden, das als Basis für den Bebauungsplan dient. (ah)

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