Zürich: Julius Bär kündigt Entlassungen an

In der Schweiz will das Bankhaus, das durch den Signa-Komplex ins Schlingern geriet, sich um 400 Stellen verkleinern – vor allem im Backoffice-Bereich.

Ein Standort von Julius Bär in Zürich an der Hohlstrasse in Altstetten (Bild: © Ank Kumar, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons)

Julius Bär wird in den nächsten Monaten in der Schweiz zahlreiche Stellen abbauen. Entsprechende Medienberichte haben sich nach Angaben des Schweizerischen Bankpersonalverbands bestätigt. Die Zürcher Bank beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben international knapp 7.600 Mitarbeiter. In der Schweiz sollen 400 Stellen entfallen, der grösste Teil davon in Backoffice- und IT-Funktionen.

Zeitpunkt und Kommunikation des Entscheids sorgt beim Bankpersonalverband für Unverständnis. Schliesslich habe sich der Gewinn der Bank zuletzt wieder erholt und im letzten Jahr wurde der Personalbestand um 170 Stellen aufgestockt. Kredite an das inzwischen insolvente Immobilienunternehmen Signa des österreichischen Unternehmers René Benko hatten die Zahlen von Julius Bär stark in Mitleidenschaft gezogen – laut Firmenchef Stefan Bollinger kämpft das Institut nach wie vor mit den Nachwehen.

Das Gros der abgebauten Stellen soll zwar in Bereichen ohne Kundenkontakt liegen, aber auch bei hochrangigen Funktionen sind Einsparungen angekündigt worden. Die Geschäftsleitung etwa wird von 15 auf fünf Personen verkleinert. (aw)

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