Basel: Zwei Siegerprojekte für SBB-Überbauung

Die Entwürfe für die erste Etappe eines Quartierprojekts auf einem Güterbahnhof liegen vor. Es entstehen zwei zehngeschossige Gebäude mit 300 Wohnungen, bei deren Konzeption auch potenzielle Reparaturen und die Demontage mitbedacht wurde.

Das Projekt «Binaria» ist Teil der ersten Etappe des Projekts auf dem Güterbahnhof Wolf der SBB in Basel (Visualisierung: zVg)

Auf einem Teil des Güterbahnhofs Wolf in Basel entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein gemischt genutztes, 160.000 qm grosses Stadtquartier mit rund 600 Wohnungen und rd. 1 000 Arbeitsplätzen. Nun stehen die Pläne für die ersten beiden Neubauten fest. Das Areal wird zudem für Zwischen- und längerfristige Nutzungen geöffnet, wie die SBB mitteilt.

Die beiden Siegerprojekte betreffen den westlichen Teil des Areals, der von 2027 an im westlichen Teil des Areals bebaut werden soll. Die von der Jury ausgewählten Entwürfe stammen einerseits von der ARGE Experience aus Paris und M-AP Architekten aus Lausanne» sowie von der ARGE Parabase GmbH und Confirm AG, Basel». Es handelt sich um zwei Wohnbauten mit jeweils zehn Geschossen und rund 300 Wohnungen unterschiedlicher Grösse. Sie tragen die Arbeitsnamen «Janus» und «Binaria». Die Wohnungen verteilen sich über alle Geschosse, Gemeinschaftsräume sollen zu lebendigen Erdgeschosszonen beitragen.

Spätere Demontage mitbedacht

Die Dächer werden laut SBB Immobilien für Photovoltaik und als Wasserspeicher genutzt und sind partiell begehbar, die Fassaden teilweise ebenfalls mit Photovoltaik ausgestattet sowie begrünt. Geheizt wird mit erneuerbaren Energien, der sommerliche Wärmeschutz erfolgt durch Beschattung und Verdunstungskühlung. Besonders hervorgehoben wird, dass durch die Materialwahl – z.B. Schraubverbindungen statt Klebetechnik – und flexible Konstruktionsformen – etwa einen modularen Aufbau – bereits an allfällige Reparaturen, an Wartung sowie eine eventuelle Demontage gedacht wurde.

Zwischennutzungen sollen Anbindung an Quartier fördern

Wie die SBB ausserdem mitteilt, soll die Identität des Areals möglichst früh durch das umliegende Quartier und Interessierte mitgestaltet werden. Zu diesem Zweck werde das Gelände für Zwischen- und längerfristige Nutzungen geöffnet. So wird seit kurzem in einer historischen Bahnhalle im Zentrum des Areals auf rund 2.000 qm die neue Sportart Pickleball gespielt. Daneben stünden weitere Mietflächen zwischen 10 und 300 qm für längerfristige Nutzungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Gastronomie zur Verfügung, so die SBB. Die Flächen befinden sich u.a. in und ausserhalb von zwei historischen Lagerbauten direkt an der St. Jakobstrasse. (aw)

 

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