Zürich: Wohnüberbauung in Altstetten geplant
Zwei städtische Stiftungen und die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich realisieren erstmals gemeinsam eine grosse Überbauung. In Zürich-Altstetten ist eine neue Wohnsiedlung geplant.

Auf dem Areal Letzibach D im Quartier Altstetten soll eine grosse Wohnüberbauung mit einen Hochhaus entstehen. Als Bauträger sind die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich (LVZ) sowie die beiden städtischen Stiftungen Stiftung für Alterswohnungen (SAW) und Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien (SWkF) vorgesehen. Die Stadt Zürich erwarb das rund 10.000 qm grosse Areal zwischen Hohlstrasse und Gleisfeld im Jahr 2013 von den SBB für 18,1 Millionen CHF. Ziel war es, hier gemeinnützigen Wohnungsbau zu ermöglichen.
265 Wohnungen geplant
Aus dem Architekturwettbewerb im Jahr 2016 gingen Gut&Schoep Architekten und Neuland ArchitekturLandschaft als Siegerteam hervor. Geplant sind insgesamt 265 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, Büros, Ateliers, Gemeinschaftsräume und ein Doppelkindergarten. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 100,9 Millionen CHF.
Die drei Bauträger erhalten in der Gesamtüberbauung je autonome Gebäudeteile mit eigenen Hauseingängen. Im niedrigeren Teil der Bebauung sind 53 Wohnungen der SWkF und 83 Wohnungen der LVZ geplant, im rund 70 Meter hohen Hochhaus 129 Wohnungen der SAW.
Der Wohnungsspiegel setzt sich aus 1,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen zusammen mit Flächen zwischen 45 und 130 qm. Über die gesamte Wohnsiedlung ergibt sich ein Anteil an subventionierten Wohnungen von 42 Prozent.
Volksabstimmung nötig
Für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs und die Weiterentwicklung des Projekts bewilligte der Stadtrat zunächst in eigener Kompetenz 1,85 Millionen CHF. Um die gesamten Projektierungskosten zu decken, beantragte er nun dem Gemeinderat, diesen Betrag um 7,95 auf insgesamt 9,8 Millionen CHF zu erhöhen.
Wenn der Gemeinderat dem Projektierungskredit zustimmt, wird der Stadtrat diesem später zwei Baurechtsverträge für die Siedlungen der Stiftungen vorlegen. Für die kommunale Wohnsiedlung ist zusätzlich zur Genehmigung des Objektkredits – voraussichtlich knapp 44 Millionen CHF – auch eine Volksabstimmung nötig.
Die Baueingabe für das Vorhaben ist für den April 2019 vorgesehen, die Volksabstimmung über den Objektkredit für die LVZ-Siedlung könnte im Mai des gleichen Jahres stattfinden. Die Bauarbeiten würden im April 2020 beginnen, die ersten Mieter könnten im Mai 2023 einziehen.