Homegate-Index: Angebotsmieten fast unverändert
Im Juli 2017 sind die Angebotsmieten in der Schweiz weitgehend stabil geblieben, heisst es im aktuellen homegate.ch-Angebotsmietindex, der von dem Immobilienportal und der Zürcher Kantonalbank erhoben wird.

Der homegate.ch-Angebotsmietindex misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.
Demnach sind in den Kantonen Zürich (0,17%), Bern (0,18%), Solothurn (0,09%), Basel (0,09%) und St. Gallen (0,09%) die Angebotsmieten im Juli 2017 gegenüber dem Vormonat nur leicht angestiegen. Im Kanton Thurgau bleiben die Mieten unverändert auf Stand des Vormonats. In den Kantonen Luzern (-0,17%), Aargau (-0,45%), Tessin (-0,19%), Genf und Waadt (-0,24%) wurde ein Rückgang der Mieten verzeichnet.
Wie Homegate und die Zürcher Kantonalbank (ZKB) mitteilen, haben die Mieten in der Schweiz im Frühjahr 2016 ihren höchsten Stand erreicht. Bis im Sommer 2016 seien die Mieten deutlich gesunken, im zweiten Halbjahr des letzten Jahres hätten sie sich dann stabilisiert. Diese Seitwärtsbewegung interpretieren die Researcher aber nur als eine «Verschnaufpause auf dem Weg nach unten»: Im ersten Halbjahr 2017 zeige der Trend wiederum abwärts. Gesamtschweizerisch beträgt der Rückgang der Mieten von Januar bis Juni 2017 -0,4 Prozent.
Weniger Zuwanderung, hohe Bautätigkeit
Im ersten Halbjahr 2017 hat die Immigration aus dem Ausland deutlich abgenommen. Die Nettozuwanderung lag gemäss Angaben des Bundesamtes für Migration bei 25.500 Personen und damit zwölf Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Es ist bereits der zweite Rückgang in Folge, im ersten Halbjahr 2015 lag die Nettozuwanderung noch bei 30.200 Personen.
Auf der Angebotsseite sei keine Abschwächung zu verzeichnen, so Homegate und ZKB: Die Anzahl der Baugesuche für neue Wohnungen lasse auf eine weiterhin hohe Neubautätigkeit schliessen. Im ersten Halbjahr 2017 lagen sowohl die Baubewilligungen wie auch die Baugesuche für Wohnungen zwar leicht unter Vorjahr, historisch aber immer noch auf hohem Niveau. Aufgrund des Anlagenotstandes verschiebe sich die Bautätigkeit weiterhin von Eigentums- zu Mietwohnungen. Damit erhöhe sich im Mietwohnungsmarkt das Angebot, was den Druck auf die Mieten erhöht. Für das nächste Jahr prognostizieren Homegate und ZKB für den Angebotsmietindex Schweiz einen Rückgang von einem Prozent.