Intershop: Liegenschaftsertrag steigt, Gewinn sinkt

Die Intershop Holding meldet für das erste Halbjahr 2017 einen auf 44 Millionen CHF gestiegenen Liegenschaftsertrag. Der Reingewinn sank jedoch gegenüber dem Vorjahr auf 29,4 Millionen.

Intershop hat im ersten Halbjahr 2017 den Liegenschaftsertrag gesteigert (Bild: Alexmit – depositphotos)

Der Reingewinn der Intershop Holding AG liegt mit 29,4 Millionen um 6,5 Prozent unter dem Resultat des Vorjahreszeitraum, das jedoch von einem Einmaleffekt geprägt war, teilt das Unternehmen mit. Dank der Erträge des World Trade Centers ist der Liegenschaftsertrag, trotz Verkaufs zweier Renditeliegenschaften im zweiten Semester des Vorjahres, um 5,6 Prozent auf 44 Millionen angestiegen.

Das Eigenkapital (per 30.06.2017) der Intershop Holding beträgt 585 Millionen, respektive 292 CHF pro Aktie, was einer Eigenkapitalquote von 41,7 Prozent entspricht. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 10,1 Prozent.

Portfolio erreicht Marktwert von rund 1,4 Milliarden

Am Bilanzstichtag umfasst das Portfolio 57 Liegenschaften (inklusive der Entwicklungs- und Promotionsprojekte) mit einer vermietbaren Fläche von rund 590.000 qm. Die Mieterträge der Berichtsperiode entstammen zu 50 Prozent aus den Nutzungsarten Büro und Bildungswesen, zu 30 Prozent aus Gewerbe und Logistik, zu sechs Prozent aus dem Detailhandel und der Gastronomie sowie zu 14 Prozent aus Wohnen und Parking. Der Marktwert der Liegenschaften beträgt am Ende der Berichtsperiode 1,36 Milliarden, er nimmt nach Abzug der getätigten Investitionen marginal um 0,1 Millionen zu.

Mit dem Renditeportfolio wird eine Bruttorendite von 6,3 Prozent und eine Nettorendite von 5,5 Prozent erwirtschaftet.

Im Berichtszeitraum hat Intershop eine kleine Gewerbeliegenschaft in Winterthur verkauft. Zusammen mit dem Verkauf zweier Tiefgaragenparkplätze resultierte ein Erfolg von 1,1 Millionen. Zukäufe wurden keine getätigt, das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung des eigenen Portfolios und auf die Neu- und Wiedervermietung fokussiert. Die Leerstandsquote lag zum Stichtag bei 10,2 Prozent.

Kaufverträge für «eden7» beurkundet

In der Berichtsperiode sei die Beurkundung aller Kaufverträge für die Stockwerkeigentumsflächen des Projekts «eden7» erfolgt, teilt Intershop weiter mit. Die Bauarbeiten für dieses Projekt verliefen planmässig. Während für das Areal «Albanteich-Promenade» in Basel das Baugesuch weiter ausgearbeitet wurde, befindet sich der Gestaltungsplan «AuPark» nach Unternehmensangaben nach wie vor in der Prüfung durch die Behörden. Gespräche mit dem Kanton Zürich bezüglich des Standorts der «Mittelschule Zimmerberg» dauern an. Parallel laufen unter anderem Vorbereitungsarbeiten zur Sanierung und Aufstockung der Liegenschaft an der Rue de Lausanne in Genf sowie zur umfassenden Erneuerung eines Gebäudes auf dem Gewerbeareal in Flurlingen.

Intershop erwartet im zweiten Semester einen leichten Anstieg der Leerstandsquote der Renditeliegenschaften auf eine Grössenordnung, die sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird. Im Geschäftsjahr 2016 hatte Intershop einen Leerstand von 11,3 Prozent gemeldet.

Tendenziell würden sich Wohnliegenschaftserträge infolge des gesunkenen Referenzzinssatzes, aber auch die Finanzierungskosten infolge bereits getroffener Restrukturierungsmassnahmen, weiter leicht reduzieren, stellt die Immobilien-AG in Aussicht. Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres werde der gegenwärtige Mieter die Liegenschaft in Moosseedorf erwerben.

 

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