Artisa expandiert nach Deutschland
Die Artisa-Gruppe hat eine Niederlassung in Frankfurt eröffnet und will mit ihrer Tochtergesellschaft City Pop den Markt für Mikroapartments im Nachbarland aufrollen.

In den nächsten fünf Jahren will die Artisa-Tochter City Pop von der neuen Niederlassung in Frankfurt aus nach eigenen Angaben tausende Mikroapartments in Deutschland entwickeln und betreiben. In den letzten Monaten seien über 100 Liegenschaften geprüft worden, zwei Grossprojekte in Berlin und Frankfurt befänden sich in der Ankaufsphase, teilt das Unternehmen mit.
Für City Pop sind laut Alexander Penner, dem Geschäftsführer von Artisa Deutschland, insbesondere die Märkte interessant, in denen preiswerter Wohnraum an zentralen Lagen knapp ist. Dazu gehören die sieben Top-Städte Deutschlands und Universitätsstädte wie Aachen oder Nürnberg. Preiswerte Mikroapartments in den Ballungsräumen fänden in einer solchen Situation schnell Mieter.
1.200 Euro für ein Mikroapartment
Die Buchungspreise für die durchschnittlich 25 bis 35 qm grossen Mikroapartments bezeichnet Penner als moderat. Seinen Angaben zufolge liegen sie in Hamburg etwa bei 1.200 bis 1.300 Euro. Die Buchung der Räume erfolge online, zusätzliche Dienstleistungen wie Wasch-, Bügel- und Mobilitätsdienste könnten ebenfalls mit der eigens entwickelten App bestellt werden.
Artisa mit Niederlassungen in Zug, Lugano, Lausanne und Zürich entwickelt und verwaltet Immobilien für Investoren und besitzt nach eigenen Angaben ein eigenes Portfolio mit einem Marktwert von 700 Millionen CHF. In der Schweiz stellt das Unternehmen bis zum Jahr 2021 über 1.000 Micro-Living-Apartments fertig, rund 300 davon in Zürich. Neben Frankfurt will das Unternehmen auch bald nach Mailand expandieren. (ah)