Gewinnsprung bei PSP Swiss Property

PSP Swiss Property hat im ersten Halbjahr 2019 einen Reingewinn von 258,8 Millionen CHF erzielt. Das sind 100,5 Millionen bzw. 63,5% mehr als im Vorjahreszeitraum.

PSP Swiss Property hat den Gewinn im ersten Halbjahr 2019 deutlich gesteigert. (Bild: stokkete – depositphotos)

Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge stieg von 85,6 auf 115,3 Millionen – ein Zuwachs von 34,7% gegenüber der Vorjahresperiode. Zur Ergebnisverbesserung haben nach Angaben von PSP Swiss Property höhere Mieterträge (+6,3 Mio.), mehr Gewinn aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen (+1,1 Mio.), ein tieferer Betriebsaufwand (-1,4 Mio.) sowie geringere Finanzierungskosten (-1,5 Mio.) beigetragen. Die Auflösung latenter Steuern habe sich mit 21,6 Millionen ebenfalls positiv ausgewirkt.

Der Gewinn pro Aktie ohne Liegenschaftserfolge, der die Basis für die Dividendenausschüttung bildet, betrug 2,51 CHF nach 1,87 CHF im ersten Halbjahr 2018.

Gewinnsprung dank Aufwertung

Vor allem dank einer Portfolioaufwertung von 124,7 Millionen (Vorjahr: 91,5 Mio.) stieg der Reingewinn auf 258,8 Millionen. Hinzu kam ein Gewinn von 15,0 Millionen aus dem Verkauf von zwei Anlageliegenschaften. Die Auflösung der latenten Steuern führte zu einem Steuerertrag von 5,1 Millionen.

Der Bilanzwert des gesamten Portfolios von PSP Swiss Property betrug Ende Juni 7,82 Milliarden nach 7,44 Milliarden Ende 2018. Anfang Jahr hat die Gesellschaft mehrere Immobilien in der Berner Innenstadt und in Bern-Liebefeld erworben. Zwei Liegenschaften – eine in Zürich-Altstetten und eine in Fribourg – sind verkauft worden. Zwei Projektentwicklungen wurden abgeschlossen und die Liegenschaften an der Rue Saint-Martin 7 in Lausanne sowie an der Hardturmstrasse 161/Förrlibuckstrasse 150 in Zürich-West ins Anlageportfolio umklassifiziert.

Leerstandsquote sinkt auf 4%

Im ersten Halbjahr 2019 sank die Leerstandsquote von 5,0% per Ende 2018 auf 4,0 % dank mehrerer Neuvermietungen und der Verkäufe der Liegenschaften in Zürich-Altstetten und Fribourg. Vom gesamten Leerstand sei ein Prozentpunkt auf laufende Sanierungsarbeiten zurückzuführen, so PSP Swiss Property. Von den Mietverträgen im Wert von 31,0 Millionen, die 2019 auslaufen, seien per Ende Juni 87% erneuert gewesen. Der Wault (weighted average unexpired lease term) des Gesamtportfolios betrug 4,5 Jahre. Der Wault der zehn grössten Mieter, die rund 30% der Mieterträge beitragen, war 6,2 Jahre.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist PSP Swiss Property optimistisch und erhöht die Prognosen. Es sei mit einer guten Nachfrage nach Büroflächen an zentralen und gut erreichbaren Standorten zu rechnen, und auch der Markt für Verkaufsflächen an guten Lagen sei stabil.  Neu erwartet die Gesellschaft einen höheren Ebitda ohne Liegenschaftserfolge von über 250 Millionen (bisher: 250 Mio.; 2018: 241,7 Mio.). Die Leerstandsquote soll per Ende 2019 bei rund 4% liegen. Bisher hatte die Gesellschaft einen Leerstand von 4,5% erwartet. (ah)

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