Warteck Invest weist Rekordgewinn aus

Warteck Invest meldet für das erste Halbjahr 2019 einen Rekordgewinn von 20,6 Millionen CHF. Das Ergebnis sei allerdings durch Sonderfaktoren beeinflusst, so die Immobiliengesellschaft.

Warteck Invest meldet für das erste Halbjahr 2019 einen Rekordgewinn (Bild: Rangizzz – depositphotos)

Der Semestergewinn von 20,6 Millionen CHF liegt um 143,4% über dem Vorjahreswert (8,4 Mio) und ist laut Warteck Invest der höchste Gewinn der Firmengeschichte.

Allerdings seien zwei Sonderfaktoren für das Ergebnis verantwortlich, teilt Warteck Invest mit: Zum einen die Anpassung von Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von 6,3 Millionen als Folge der Steuerreformen im Kanton Basel-Stadt und auf Bundesebene sowie die Aufwertungen der Liegenschaften um 8,5 Millionen (Vorjahr: 1,6 Mio) aufgrund der erneut gesunkenen Zinsen. Zu dem Ergebnis trug zudem ein um 5,5% höherer Erfolg aus Vermietung von 15,2 Millionen bei (Vorjahr: 14,4 Mio).

Ohne den Sondereffekt bei den Steuern und ohne Berücksichtigung der Neubewertungen erhöhte sich der Konzerngewinn im ersten Semester gegenüber dem Vorjahr um 13,5% von 7,2 auf 8,2 Millionen. Die Eigenkapitalrendite lag bei 12%.

Leerstandsquote von 5,3%

Wegen Zukäufen im Vorjahr und der Fertigstellung von Projekten stiegen die Soll-Mieterträge im Berichtszeitraum um 7,5% auf 18,6 Millionen. Die Leerstandsquote der Renditeliegenschaften lag mit 5,3% zwar über dem Wert der Vergleichsperiode im Vorjahr (4,7%), aber tiefer als im Gesamtjahr 2018 (6%). 1,5 Prozentpunkte der Leerstandsquote seien begründet in längeren Absorptionszeiten von neu gebauten Wohnungen, so Warteck Invest. Die Ist-Mieterträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,7% auf 17,6 Millionen.

Die Ausgaben für Betrieb und Unterhalt der Liegenschaften betrugen im Berichtszeitraum 2,4 Millionen, was 12,1% der Soll-Mieten ausmacht. Die Bruttorendite des Portfolios ging leicht von 4,9% auf 4,8% zurück. Die Nettorendite lag bei 3,9% nach 4,1% im Vorjahreszeitraum. Die Performance erhöhte sich hingegen aufgrund des Erfolgs aus den Neubewertungen leicht von 4,4% auf 4,6%.

Der Marktwert des Immobilienportfolios stieg im Berichtszeitraum um 1,8% und liegt nun bei 796,9 Millionen nach 782,7 Millionen Ende 2018.

Gut gefüllte Pipeline

Warteck Invest hat für die kommenden fünf Jahre eine Projektpipeline mit einem Gesamtvolumen von rund 230 Millionen. Für das Gebiet Hagnau-Schänzli in Muttenz (BL) werden die Quartierpläne voraussichtlich im zweiten Semester vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft genehmigt. Die Immobiliengesellschaft plant dort ab 2022 den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses mit rund 12.000 qm Bruttogeschossfläche.

Auch die Planung des neuen Wohn- und Geschäftshauses am Dreispitz in Basel sei weiter fortgeschritten, teilt die Immobiliengesellschaft mit. Im dritten Quartal soll ein Baugesuch eingereicht werden. Geplant ist ein zwölfgeschossiges, rund 40 m hohes Wohn- und Geschäftshaus mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10.000 qm. Die Investitionskosten sind mit 45 Millionen veranschlagt. Nach der für das  Jahr 2022 geplanten Fertigstellung soll die Liegenschaft nach Abzug des Baurechtszinses jährliche Mieteinnahmen von rund 1,9 Millionen generieren. (ah)

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