BFW Liegenschaften kommt mit den Verkäufen voran

BFW Liegenschaften meldet für das erste Halbjahr einen Gewinn inklusive Neubewertungserfolg von 2,9 Millionen CHF nach 13,4 Millionen im Vorjahr. Ihre Portfolioabrundung setzt die Immobiliengesellschaft fort.

BFW Liegenschaften setzt die angekündigten Immobilienverkäufe fort (Bild: depositphotos)

BFW Liegenschaften hat im ersten Halbjahr je eine Liegenschaft in Burgdorf und Weinfelden verkauft, im August folgten zwei weitere zu einem Preis von total 24 Millionen CHF. Mit der Abwicklung der restlichen zehn Transaktionen könne in den nächsten sechs Monaten gerechnet werden, so die Immobiliengesellschaft.

Die Erlöse aus den Verkäufen will BFW Liegenschaften dazu verwenden, in Bestandesliegenschaften bzw. Entwicklungsprojekte zu investieren. In Planung seien derzeit in Steckborn eine Arealentwicklung mit rund 20 Wohnungen, in Rorschach ein Umnutzungs- und Neubauprojekt mit vier Baukörpern und total 86 Wohnungen sowie kleinerem Gewerbeanteil und in Zürich ein Projekt zur Aufstockung und Weiterentwicklung einer bestehenden Wohn- und Geschäftsliegenschaft, teilt das Unternehmen mit.

Wegen der geplanten Verkäufe treten zum November einige Anpassungen des Anlagereglements in Kraft. Unter anderem wird die minimale Anzahl der Liegenschaften im Portfolio von bisher 30 auf 20 abgesenkt.

Verkäufe beeinflussen Halbjahresergebnis

Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2019 ist laut BFW Liegenschaften im Vergleich zur Vorjahresperiode stark durch die Portfolioverkäufe, einen tieferen Gewinn aus Neubewertung und einer substanziellen Wertanpassung auf den derivativen Zinsabsicherungsinstrumenten beeinflusst.

Der Wert des Liegenschaftenportfolios per 30. Juni 2019 belief sich auf 406,6 Millionen nach 414,4 Millionen per 31. Dezember 2018. Als Gründe für den Rückgang nennt BFW Liegenschaften den Verkauf der zwei Renditeliegenschaften (11,4 Mio.). Dem stehen positive Bewertungseffekte (2,1 Mio.) und Investitionen in Rendite- und Entwicklungsliegenschaften (1,5 Mio.) gegenüber.

Die Soll-Mieterträge der Renditeliegenschaften belaufen sich – auf annualisierter Basis betrachtet – auf etwas über 20 Millionen. Der Mietertragsanteil aus Wohnnutzung lag im ersten Halbjahr 2019 bei gut 78% (H1 2018: 77%).

Die Netto-Mietzinseinnahmen sanken vor allem wegen der Verkäufe um rund 7% gegenüber dem Vorjahr auf 9,3 Millionen. Die im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete Nettorendite auf den Anlageobjekten betrug 3,5% (31.12.2018: 3,7%). Die Leerstandsquote der Renditeliegenschaften stieg von 8,6% Ende 2018 auf nun 10,3%.

Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank gegenüber dem Vorjahr deutlich von 15,8 auf 9,1 Millionen. Grund für den Rückgang seien die tiefere Mietertragsbasis aufgrund der Verkäufe und die unterschiedlichen Gewinnbeiträge aus dem Verkauf von Liegenschaften und aus den Neubewertungen, so das Unternehmen.

Der Gewinn inklusive Neubewertungserfolg lag im ersten Halbjahr 2019 bei 2,9 Millionen und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 13,4 Millionen. Der Gewinn exklusive Neubewertungserfolg betrug 1,4 Millionen nach 7,5 Millionen im Vorjahr.

Das Anlagevermögen der BFW Liegenschaften beinhaltete 24 Renditeliegenschaften im Umfang von 318,3 Millionen und ein Entwicklungsprojekt von 1,4 Millionen. (ah)

(Visited 28 times, 1 visits today)

Weitere Beiträge zum Thema