Investis verdreifacht den Reingewinn

Investis meldet für das Geschäftsjahr 2019 einen Reingewinn von 172,8 Millionen CHF. Das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr, als die Kennziffer bei 54,4 Millionen lag.

Investis hat den Gewinn 2019 deutlich gesteigert, der Umsatz ging jedoch zurück (Bild: depositphotos)

Das hohe Gewinnplus sei neben der operativen Leistung auch auf einen positiven Sondereffekt aus der Umsetzung der Steuerreform (STAF) im Kanton Genf sowie auf Verkaufsgewinne und Neubewertungseffekte zurückzuführen, so Investis. Der Gewinn pro Aktie kletterte von 4,27 CHF auf 13,59 CHF. Der Reingewinn ohne Neubewertungseffekt hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 69,5 Millionen nahezu verdoppelt (Vj.: 35,6 Mio). Der Nettobuchwert (NAV) pro Aktie ohne latente Steuern im Zusammenhang mit Liegenschaften erhöhte sich von 59,59 CHF auf 67,61 CHF.

Der Umsatz ging im Berichtszeitraum von 197 auf 188 Millionen zurück, laut Investis wegen Verkäufen und weiteren Mandatsbereinigungen im Segment Real Estate Services. Der Ebitda vor Neubewertungen und Veräusserungsgewinnen stieg um 17% von 39,7 auf 46,7 Millionen. Der Ebit legte von 74,6 auf 127,2 Millionen zu.

Alle Hypotheken zurückbezahlt

Im Segment Properties verzeichnete die Immobilienfirma einen Ebit von 102,5 Millionen nach 71,9 Millionen im Jahr zuvor. In dem Ergebnis seien Neubewertungseffekte von 56,6 Millionen und Gewinne aus dem Verkauf einzelner Liegenschaften von 8,2 Millionen enthalten. Der Portfoliowert betrug per Ende Jahr 1,44 Milliarden – ein Plus von knapp 7% gegenüber dem Vorjahr (1,35 Mrd). Der annualisierte Sollmietertrag beträgt 61,2 Millionen nach 57,7 Millionen im Vorjahr. Die Leerstandsquote liegt bei 3,2% (Vj.: 2,9%). Die Mieteinnahmen stiegen um 4% auf 57,0 Millionen (Vj.: 55,0 Mio).

Das Portfolio umfasste am Stichtag 170 Liegenschaften mit mehr als 3.000 Wohneinheiten. Im Geschäftsjahr seien sämtliche Hypotheken zurückbezahlt worden, so Investis weiter. Zum Stichtag hätten zulasten des Immobilienportfolios keine Sicherheiten für Dritte bestanden, alle Schuldbriefe befänden sich im Eigenbestand.

Konzentration auf zwei Marken in den Real Estate Services

Im Segment Real Estate Services ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8% von 147,8 auf 136,0 Millionen zurück. Der operative Gewinn (Ebit) stieg indes von 7,7 auf 11,5 Millionen (+49%). Die Ebit-Marge habe mit 8,4% (Vj.: 5,2%) das gesteckte Margenziel übertroffen. Im Bereich Property Management verkaufte Investis die Régie du Rhône, worauf das Mietvolumen von 1,74 auf 1,41 Mrd. sank. Auch im Bereich Facility Services wurden Tochtergesellschaften veräussert. Die verkauften Firmen erwirtschafteten den Angaben zufolge 2019 einen Umsatz von 20,6 Millionen.

Im Segment Real Estate Services ist Investis damit nur noch mit zwei Marken aktiv: Privera für das Property Management und Hauswartprofis bzw. Conciergepro für Facility Services.

Generalversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Investis gibt weiter bekannt, dass die Generalversammlung 2020 wie geplant am 28. April 2020 stattfinden soll – wenn auch unter ausserordentlichen Bedingungen: Gestützt auf die sogenannte Covid-19-Verordnung 2 wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Die Aktionäre sollen ihre Stimmen daher im Voraus abgeben, indem sie den unabhängigen Stimmrechtsvertreter entsprechend instruieren. Es werde keine Ansprache des Verwaltungsratspräsidenten oder der Konzernleitung geben, die Veranstaltung werde auch nicht übertragen, so Investis. Nur der unabhängige Stimmrechtsvertreter darf die Stimmen im Sinne der Aktionäre abgeben.

Es soll eine Dividende von 2,35 CHF pro Aktie ausgeschüttet werden, was einer Gewinnausschüttungsquote von 17,4% entspricht. Alle Mitglieder des Verwaltungsrates und des Vergütungsauschusses stellen sich zur Wiederwahl. (ah)

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