Credit Suisse-Fonds können sich der Pandemie nicht entziehen

Die Ergebnisse der Immobilienfonds von Credit Suisse sind von der Covid-19-Pandemie unterschiedlich stark beeinflusst. Alle drei verzeichneten jedoch tiefere Mietzinseinnahmen.

Die Immobilienfonds der Credit Suisse verzeichneten im Pandemiejahr tiefere Mietzinseinnahmen (Bild: wrangler – depositphotos)

Der Credit Suisse Real Estate Fund Green Property (CS REF Green Property) musste infolge der Covid-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 Mietzinsen in Höhe von 5,9 Millionen bzw. 4,9% der Mietzinseinnahmen erlassen. Angesichts der reduzierten Erträge sinkt die Ausschüttung pro Anteil von 3,70 CHF auf 3,40 CHF.

Trotz der Einflüsse der Pandemie hat der Fonds mit einer Performance von 12,9% den Benchmark SXI Real Estate Funds Broad (10,8%) übertroffen. Das Agio stieg von 32,2% auf 43,7%. Der Verkehrswert der Liegenschaften erhöhte sich aufgrund von Neubauprojekten und Bestandesaufwertungen von 2,71 auf 2,81 Milliarden CHF. Der durchschnittliche Diskontierungssatz reduzierte sich dabei von 3,3% auf 3,0%.

CS REF Hospitality: 17,6% der Mietzinsen erlassen

Der Credit Suisse Real Estate Fund Hospitality (CS REF Hospitality) verzeichnete aufgrund von Verkäufen und der Auswirkungen der Pandemie deutlich tiefere Mietzinseinnahmen. Die Mietzinserlasse im vergangenen Geschäftsjahr belaufen sich auf 6,2 Millionen bzw. 17,6% der Mietzinseinnahmen. Die Ausschüttung pro Anteil beträgt 2,50 CHF. Im Juli 2020 wurde aus dem Verkauf des alpinen Immobilienpakets eine Teilrückzahlung in Höhe von 10,00 CHF pro Anteil ausbezahlt.

Bereinigt um die im Geschäftsjahr 2020 verkauften Liegenschaften habe sich der Wert der Bestandesliegenschaften per 31. Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr um 3,4% reduziert, heisst es weiter. Der durchschnittliche Diskontierungssatz liege unverändert bei 3,3%. Das Disagio habe per Ende 2020 4,9% betragen. Die per Ende 2018 gekündigten Anteile seien am 27. März 2020 zurückbezahlt worden; per Ende 2020 seien keine Anteile gekündigt worden.

CS REF Livingplus erlässt 3,2% der Mietzinseinnahmen

Der Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund Livingplus (CS REF Livingplus) meldete eine Steigerung des Verkehrswerts seiner Liegenschaften von 2,90 auf 2,94 Milliarden CHF, hauptsächlich wegen der Reduktion des durchschnittlichen Diskontierungssatzes von 3,5% auf 3,3%. Die Mietausfallrate sank den Angaben zufolge auf 5,1%, der Nettoertrag erhöhte sich auf 74,2 Millionen. Die Mietzinserlasse wegen der Corona-Pandemie haben im vergangenen Geschäftsjahr 4,4 Millionen bzw. 3,2% der Mietzinseinnahmen betragen. Die Ausschüttung pro Anteil beträgt unverändert 3,60 CHF. (ah)

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