Swiss Prime Site steigert 2022 den Gewinn

Für das Geschäftsjahr 2022 meldet der Immobilienkonzern steigende Mieterträge und einen sinkenden Leerstand. Stark gewachsen ist das Segment Dienstleistungen, vor allem aufgrund der Integration der Akara-Gruppe.

Der Prime Tower der Swiss Prime Site (Foto: Swiss Prime Site AG)

Der Immobilienkonzern SPS Swiss Prime Site hat 2022 operativ gut gearbeitet und den Betriebsertrag um 3,3% auf 774,4 Mio. CHF gesteigert. Aufgrund von Sondereffekten u.a. wegen der Integration der Akara-Gruppe und den neuen Plänen für Jelmoli ging der Betriebsgewinn auf 389,6 Mio. CHF zurück (Vj: 404,8 Mio.). Adjustiert um diese Effekte belief sich der vergleichbare EBIT auf 430,7 Mio. CHF, ein Plus von 6% gegenüber 2021 (404,8 Mio.).

Bewertungen unter Vorjahr

Das Bewertungsresultat ist mit 169,7 Mio. CHF gegenüber dem ersten Halbjahr stabil geblieben, lag jedoch deutlich unter den 301,9 Mio. CHF des Vorjahres. Hier zeige sich das Ende der «Yield Compression», also der Reduktion der Ankaufsrenditen und entsprechend den Diskontsätzen der letzten Jahre, im Zuge der neu aufgekommenen Inflation und Erhöhung der Leitzinsen, so SPS. Der Portfoliowert stieg auf 13,1 Mrd. CHF nach 12,8 Mrd. CHF im Vorjahr. Die Nettoobjektrendite des Immobilienportfolios liegt weitgehend stabil bei 3,1% (Vj: 3,2%).

Der Gewinn vor Neubewertungen erreicht 300,6 Mio. CHF (Vj: 293,7 Mio.). Unter Einschluss der Neubewertungen sank der Reingewinn allerdings von 498,9 Mio. CHF auf 404,4 Mio. CHF. Die Dividende soll um 5 Rappen auf 3,40 CHF/Aktie steigen.

Mietertrag steigt, Leerstand sinkt

Der Ertrag aus Vermietung erreichte 431,3 Mio. CHF (+1,1% bzw. +1,9% auf vergleichbarer Basis), und der Leerstand ging von 4,6% auf 4,3% zurück. Der WAULT beträgt 5,3 Jahre (Vj: 5,6 Jahre). Verkauft wurden mehrere kleine Bestandsobjekte sowie das letzte Haus des Grossprojekts «Espace Tourbillon» in Genf mit einem Gesamterlös von über 317 Mio. CHF, woraus ein Gewinn von 51 Mio. CHF resultierte.

Swiss Prime Site Solutions verdoppelt Assets under Management

Swiss Prime Site Solutions meldet für 2022 Assets under Management in Höhe von 7,7 Mrd. CHF, das sind 113% mehr als im Vorjahr (3,6 Mrd.). Der Ertrag aus Asset Management nahm um 185,6% auf 52,0 Mio. CHF zu, was vor allem auf die Integration der Akara-Gruppe zurückzuführen ist. Organisch wuchs das Geschäft um 1,8 Mrd. CHF. Der EBIT erreichte 30 Mio. CHF, was auch als Ziel angepeilt war (Vj: 8,6 Mio.). Die EBIT-Marge erhöhte sich von 47% auf 58%. (ah)

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