Abwertung drückt Peach Property im ersten Halbjahr 2023 in die roten Zahlen
Die Immobiliengesellschaft hat eine Abwertung von fast 100 Mio. Euro zu verbuchen. Um die Kapitalstruktur zu stärken, werden kleinere Verkäufe geprüft.

Die auf günstige Mietwohnungen in Deutschland fokussierte Peach Property Group hat im ersten Halbjahr 2023 die Mieterträge gesteigert. Allerdings musste Peach eine nicht zahlungswirksame Abwertung von 98 Mio. Euro verbuchen und rutschte dadurch in die roten Zahlen: Das Betriebsergebnis lag bei -70,2 Mio. Euro (Vj: 101,0 Mio. Euro) und das Vorsteuerergebnis (EBT) bei – 92,1 Mio. Euro (Vj: 61,2 Mio. Euro)
Peach hält ein Gesamtportfolio von 27.500 Wohn- und 500 Gewerbeeinheiten, aus dem die Gesellschaft Mieterträge von 59,8 Mio. Euro (+3,6 Prozent auf like-for-like Basis) generiert. Die Leerstandsquote lag bei 7,2%. Die operativen Erträge (FFO I) erreichten 9,5 Mio. Euro, ein Plus von 9%.
Teilverkäufe werden geprüft
Man sei fokussiert darauf, die Kapitalstruktur des Unternehmens an die Zinswende anzupassen, teilt Peach mit. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 30. Juni bei 40,1% (Ende 2022: 39,6%). Der Verschuldungsgrad (LTV) lag mit 55,0% leicht über dem Wert von Ende 2022 (54,7%). Man arbeite «aktiv an der Refinanzierung der Verbindlichkeiten», so Peach. Mitte August 2023 habe man eine weitere besicherte Finanzierung über 33 Mio. Euro abgeschlossen, und bis 2025 stünden keine substanziellen Verbindlichkeiten zur Refinanzierung an.
Zur Stärkung der Kapitalstruktur prüfe man Verkäufe kleinerer Teile des Portfolios: «Sollten sich Möglichkeiten zur Veräusserung von Immobilienportfolios ausserhalb unserer Kernportfoliostandorte ergeben, werden wir diese vor dem Hintergrund eines effizienten Asset Managements und der Optimierung unserer Kapitalstruktur sorgfältig prüfen», sagt Reto Garzetti, exekutiver Verwaltungsratspräsident.
Vorstand bestätigt die Prognose
Für das Gesamtjahr geht Peach von einer positiven operativen Geschäftsentwicklung aus. Mit seinem Fokus auf erschwinglichen Wohnraum sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Bei gleichbleibendem Marktumfeld erwartet Peach, die Anfang des Jahres genannten Ziele zu erreichen: Die Mieteinnahmen würden zwischen 121 und 123 Mio. Euro liegen, der FFO I am unteren Ende der Spanne von 21 Mio. bis 23 Mio. Euro.